Fotografie na klar – aber Menschen?

Die können doch weglaufen!

Das zumindest ist meine Antwort gewesen, als mich letztes Jahr Anja fragte, was ich denn so fotografiere. Der Grund für diese Antwort war, dass ich davon überzeugt bin, dass meine Fotografie eben meine ist und das nicht vereinbar, mit den Ansprüchen Einzelner. Eine Blume oder Irlands Landschaft zu knipsen hat zwei Vorteile:

Erstens: sie laufen ziemlich wahrscheinlich nicht weg und wenn doch, beschweren sie sich wenigstens nicht über mangelhafte Leistung. Meine Selbstzweifel waren also groß. Meine Vorbilder sind es eben auch.

2017-12-26-_C260347.jpg

Dabei habe ich außer Acht gelassen, dass ich als fotografische Begleitung bereits Hochzeiten fotografierte, Fotoshootings mitveranstaltet habe und auch bei Events bereits einiges üben und lernen konnte. Dazu kamen noch Familienveranstaltungen und einzelne private Fotos. Warum also zweifeln? Von einem notwendigen Know how kann ich doch ausgehen.

Was ich tatsächlich erst recht spät im Jahr registriert habe ist, dass ich innerhalb 2017 eine Menge Menschen vor der Linse hatte und viele davon sogar aus purer Absicht.

Dass ich immer wieder Komplimente und herzliche Dankeschön erhalte, zeigte mir, dass ich an dem Punkt bin, meine Zweifel entgültig zu überdenken. Herr Wintersonnenblende bemüht sich seit Jahren um meine „Karriere“ und das damit verbundene Seelenheil, indem er mich immer und immer wieder darauf hinweist, was ich im Gegensatz zu anderen besser mache.

Ebenso übt er Kritik und zeigt mir meine Fehler, vor allem in der Bearbeitung, auf. Ich bezeichne es als mein personal Training und bin unglaublich dankbar für diese Möglichkeit. Schleichwerbung (klick)

So viel Energie, die im meine Person gesteckt wird, muss etwas bedeuten. Auch mein Liebster ist der Überzeugung, dass ich im vergangen Jahr ein Vielfaches an Energie in die Fotografie gesteckt habe, als in die geplanten Projekte Studium und Schreiben.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Und er muss es wissen, denn er bekam jeden Tag mit, wie ich hin und hergerissen wurde und zumindest metaphorisch von einem Fuß auf den anderen sprang. In mir wuchs eine innere Abwehr. Ich möchte doch selbst entscheiden, wen ich fotografiere und vor allem wie. Also sagte ich allen, ich würde das nicht mehr tun.

Zuvor hatte ich bereits ein Fotoshooting mit Baby und ein großes X-Wingturnier begleitet. Besonders Letztes hatte fast 40 Stunden Nachbearbeitung gekostet, was mich noch eher zu diesem Ausspruch brachte, derartiges nicht zu wiederholen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Und dann kam der Tag, an dem ich „nur zur Sicherheit“ meine Kamera zur Hochzeit meiner besten Freundin mitnahm. Das war selbstverständlich abgesprochen. Die alten Erinnerungen kribbelten in mir und ich wollte doch so gern noch einmal nebenher laufen dürfen um die Fotos zu machen, die dem engagierten Hochzeitsfotografen entgehen würden.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Der hier zu sehende Babybauch sollte natürlich auch auf Bildern festgehalten werden. Ich war sehr froh, als meine Beste mir erzählte, dafür eine professionelle Fotografin vor Ort ausgesucht zu haben. Damit war ich fein raus.

Als dann aber die Nachricht kam, dass der Termin kurzfristig nicht stattfinden konnte, nahm ich den Notruf wahr und fuhr kurzentschlossen noch einmal nach Köln um mit den wenigen vorhandenen Leuchtmitteln und im Raum, doch noch irgendwie ein Babybauchshooting zu organisieren. Und was ein Glück, denn diese Zeit kommt einfach nicht wieder. So konnten wir Erinnerungen schaffen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ebenfalls eine Anfrage, die ich nicht ablehnen konnte war die von Julenka, welche im vergangenen Jahr ihre Schauspielausbildung abschloss und nun dringend Fotos für Bewerbungen und ihre Schauspielerseite bei der Agentur benötigte.

Ich versuchte ihr zu verdeutlichen, dass ich dafür sicherlich nicht die Richtige sei, doch sie war fest entschlossen und sprach sich aufgrund meiner letzten Fotoarbeiten dafür aus, dass ich das machen solle.

Vor dem Auftrag hatte ich eine Menge Respekt. Doch ich sagte mir, dass es den Versuch wohl wert wäre.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Und es war goldrichtig. Sie hatte eine Menge Geduld mit mir, dafür nahm ich mir die Zeit, ihre Wünsche umzusetzen. Und so bekamen wir gemeinsam das Ergebnis, was wir wollten.

Besonders in der Nachbearbeitung konnte ich mich austoben und auslassen und probieren und lernen und ich merkte schnell, ich brauche Photoshop für einige Details und so kam eins zum anderen. Ich lernte Photoshopbasics, beschäftigte mich noch mehr mit meiner Kamera und als ich dann zum Geburtstag und zu Weihnachten auch noch die fehlenden Objektive (Teleobjektiv und Portraitlinse) bekam, konnte man die Zeichen nicht mehr ignorieren.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Und so stehe ich nun an dem Punkt, dass ich mich frage, wohin soll es gehen? Die Selbstzweifel sind größtenteils, auch durch die Reaktionen der tollen Menschen, die in meine Arbeit vertrauen, passé. Ich weiß nun, dass ich auf meine spezielle Art und Weise gut darin bin und es schon deswegen gut wird, weil mein Herz in jedem Projekt mit dran hängt.

Also Zukunft, ich bin bereit, ich will fotografieren und die individuelle Schönheit von Menschen zeigen.

Bereits jetzt sind erste Projekte geplant und ich freue mich schon sehr, diese umzusetzen.

2018-01-27-_1270961-Bearbeitet-2.jpg

Auch werde ich weiterhin Gelegenheiten und Events nutzen, um meine Fähigkeiten zu verfeinern. Ich freue mich drauf!

Advertisements

Wenn ich an Weihnachten denk´…

„Weihnachten“ und die Zeit drum herum, ist erfüllt mit einer Menge Gefühlen und Sehnsüchten. Es herrscht dabei oft eine große Diskrepanz zwischen dem ersehnten Zustand und dem, was wirklich ist. Was wir tun können, um ein bisschen mehr Weihnachten zu spüren, das möchte ich euch in den folgenden Zeilen näher bringen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Es ist Dezember. Je nachdem wo man wohnt, sieht man eine Menge Lichter und hektisch rennende Menschen. Vieles erscheint uns zu bunt, zu laut, zu voll und zu kommerziell. Einerseits macht das Weihnachten mittlerweile aus, denn an diese Art des Straßenbildes haben wir uns gewöhnt, andererseits ist da diese kleine Stimme in uns, die von innen zwickt und zwackt und uns zur Ruhe zwingen will. Hören wir also mal hin, was sie möchte. Denn sie kann uns eine Menge über uns und den Sinn von Weihnachten und den Tagen davor und danach, verraten.

1. Uns der Natur nahe fühlen:

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wie eigentlich jedes Lebewesen, sind wir ein Teil unserer Umwelt. Viele leben nun in Städten und haben das zu ihrer „Natur“ erkoren, doch gerade jene, die dem bewusst entfliehen und auf dem Land oder mitten in der Natur leben, können uns von einem erfüllten Dasein berichten. Mit der Natur einher geht das Bewusstsein fürs Einfache. Sei es das Graben in der Erde, die manchmal härtere Arbeit beim Schnee schaufeln oder Holzhacken oder auch einfach nur Brot- oder Kuchenteig zu kneten. Dies lässt sich, mit etwas Kreativität, auch auf das eigene Leben übertragen.

Wer es also zulässt und sich der Natur näher fühlen kann, spürt auch den Jahreszeitenrhythmus. Es ist länger und schneller dunkel und ähnlich wie bei einigen Tierarten, wächst die Sehnsucht nach einer Höhle. Wir wollen uns in Decken kuscheln und vor einem Feuer im Ofen sitzen, warmen Kakao trinken und all dies. Idylle wird zur favorisierten Lebensweise. Wir wollen Zeit für uns, wollen reflektieren und das Jahr rückwirkend betrachten. Stress ade, ich bin raus bis nächstes Jahr. Wir winken noch kurz und gehen dann in uns.

Diesen idealen Zustand gibt es wohl schon lange nicht mehr. Zu verlockend sind die flimmernden Medien und die endlich freie Zeit, um sie mal „sinnvoll“ zu nutzen für all das, was liegen geblieben ist. Besonders die Weihnachtsvorbereitungen berauben uns aller Energie und die wenigen freien Tage, die wir uns vielleicht angedacht haben, verschwimmen in einem erschöpften Zusammensacken auf dem Sofa.

2. Innere Einkehr:

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Die kleine Stimme flüstert weiter. Mehr als ein Flüstern kann sie nicht sein, dafür ist es viel zu laut um uns herum. Aber sie ist unerbittlich und in dem Moment, indem wir doch endlich einmal zur Ruhe kommen, können wir sie wahrnehmen. Hören wir hin, spricht sie von der inneren Einkehr und der Wunsch danach wird stärker. Unsere Gedanken beginnen zu fliegen und je mehr wir das zulassen, desto mehr werden wir uns unserer eigenen Person wieder bewusst. Unsere Sehnsüchte und Wünsche manifestieren sich und münden in guten Vorsätzen fürs neue Jahr. Aber solange müssen wir gar nicht warten. Der richtige Zeitpunkt um sich seine Wünsche zu erfüllen, ist in jedem einzelnen Moment. Dies nun bringt mich bereits zum nächsten Punkt, des „Sich Zeit nehmen“´s. Wer über die innere Einkehr noch ein wenig mehr lesen möchte, der kann hier einmal schauen.

3. Zeit für das, was uns wichtig ist:

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Zeit ist ein kostbares Gut. Je nachdem, wem man zuhört ist sie in Unmengen oder gar nicht vorhanden. Im Dezember scheint Zeit zu rennen, gefühlt haben wir so viel zu tun und noch zu erledigen vor dem Fest, dass wir vermeintlich Nichts mehr übrig behalten.

Doch bedenkt man, dass Zeit zu haben eine Frage der Prioritätensetzung ist, sieht all das schon wieder anders aus. Wir können uns nun mit Zeitmanagement beschäftigen oder Zeitspartipps zurechtlegen, da wird jeder seine ganz eigene Methode haben und kennen, doch mir geht es um mehr.

Für uns hat allzu oft ein gelenktes Verhalten Priorität. Wir funktionieren nach Mustern und unsere Belohnung für all den Stress, den wir uns auferlegt haben, ist ein Abschalten des Kopfes durch Dauerberieselung. Hat man aber einmal durchschaut, welche dieser Verhaltensweisen gelenkt sind von unserer Vorstellung gesellschaftlich akzeptiert zu sein oder wir uns selbst auferlegen, stellen wir schnell fest, dass wir vielleicht viel mehr Zeit hätten. Wenn wir dieses oder jenes nicht täten uns unsere Kraft gar nicht erst rauben ließen und nicht jedem Geschenkwunsch hinterher hechten oder das Festessen ins kleinste Detail genau planen, sähe die Sache schon anders aus.

Und nun, wo wir neu gewonnene Zeit haben, können wir uns in die Decke kuscheln und Kakao trinken, Gedankenunterstützende Musik hören und mal horchen. Denn die Stimme verrät uns nicht nur, dass sie gerne Zeit mit uns und unseren liebsten Menschen hätte, sondern auch wofür. Auch vorweihnachtliche Aktionen kann man stressfrei verbringen, wenn man sich Zeit dafür nimmt, um sie zu genießen. Plätzchen backen mit der ganzen Familie kann zum Event werden und ist dann schon viel weniger ein Muss. Man hat außerdem Zeit miteinander, kann sich mal in Ruhe unterhalten, herumalbern und Lachen. Das ist soviel mehr wert als jedes hektisch gekaufte Geschenk unterm Tannenbaum.

Ein bisschen was können wir tun um die kleine Winteridylle zu vervollständigen.

  • natürliches Licht: Feuer im Ofen oder wenn nicht vorhanden an Kerzen, aber auch Salzsteinlampen oder nicht zu grelle Lichterketten sowie indirekte Beleuchtung können das Dunkle von Draußen vertreiben und uns das Gefühl von Gemütlichkeit geben, was Draußen fehlt.
  • Dekorieren: schaffen wir uns Wohlfühlorte, werden wir uns auch schneller wohl fühlen. Eine naturbelassene Dekoration kann dabei helfen.
  • Entspannen: ganz bewusst entspannen, das geht mit Musik, mit Meditation oder auch Bewegung.
  • Höhlen bauen: ein Nest aus Kissen, Decken und einer Wärmflasche ist eine ideale Voraussetzung um sich zurückzuziehen
  • Wärme: ein heißes Bad, die schon erwähnte Wärmflasche aber auch kuscheln mit dem Liebsten oder den Kindern sind wohltuend für Körper und Seele OLYMPUS DIGITAL CAMERA
  • die wenigen Lichtstunden bewusst genießen: raus gehen, die winterlichen Landschaften genießen und dabei am besten Parks aufsuchen oder gleich die Stadt verlassen und im Wald, in den Bergen oder an der See Sauerstoff tanken und gleichzeitig Kraft. OLYMPUS DIGITAL CAMERA
  • mehr ruhen: länger schlafen ist in Ordnung und auch mal nichts zu tun oder bewusst zu entspannen.
  • gesund essen und trinken, aber nicht nur: die winterliche Küche bietet viel um das Wegfallen der vitaminreichen Kost des Sommer/Herstes auszugleichen. Nüsse, Kohl, Orangen und Äpfel sind nicht ohne Grund Klassiker. Bewusstes Essen sollte für uns genauso dazugehören wie die Plätzchen.

    OLYMPUS DIGITAL CAMERA
    Blütenmischung im Sommer getrocknet, im Winter als Wohlfühltee genossen
  • unseren Kindern ein Vorbild sein: wenn wir wissen, was uns selbst gut tut, können wir das weiter geben an die Nächsten. Wenn Kinder nur noch nach Konsumgütern quängeln, mag das daran liegen, dass wir ihnen dieses Belohnungssystem vorleben. Oft wird abends lieber der Fernseher eingeschaltet, als gemeinsam zu spielen, weil wir verlernt haben, uns länger als eine Werbepause miteinander zu beschäftigen. Weihnachten stellt eine gute Übung dafür da, mit uns, mit den Kindern und in der Beziehung Zeit zu verbringen, weit über das übliche Maß hinaus und darin ein wertvolles Gut zu erkennen.

Nun mag nichts von dem, was hier steht neu sein, doch ich zum Beispiel muss mich jedes Jahr aufs Neue daran erinnern. Gerade wer arbeitet, wird nicht alles hier umsetzen können, doch schon ein kleiner Teil könnte ausreichen. Und so hoffe ich, dass dies auch dem ein oder anderen als nützliche Erinnerung geholfen hat und wünsche ihm oder ihr ganz viel Zeit für kuschelige Festtage und jene dazwischen. Vielleicht bleibt sie uns auch länger erhalten. Es wäre der richtige Weg.

Die NordCon für Autoren und solche, die es werden wollen

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
NordCon für Autoren

 

Wer sich am Wochenende (09. – 11. Juni) rund um die Hamburger U-Bahnhaltestelle „Horner Rennbahn“ aufhielt, bekam merkwürdige Gestalten zu sehen. Gewandet in teils aufwändigen Kostümen, strömten sie auf eine Grundschule zu und wer dann noch so mutig war, sich ihnen anzuschließen, fand sich in einem bunten Treiben wieder.

Die NordCon ist eine Brett- und Rollenspielconvention, die vor Allem das Fantasy und all ihre Geschwister in der Fiktion, bedient. Neben der Möglichkeit 48 h auf dem Gelände zu verbringen, sei es in gemütlichen Tabletoprunden oder in einem der Zelte auf der LARP-Wiese, gibt es hier eine Vielzahl an Veranstaltungen.  Um einige davon soll es in diesem Artikel gehen. Wer über die Con selbst mehr wissen möchte, dem lege ich den hauseigenen Blog (klick) der NordCon ans Herz.

Vor einigen Jahren haben die Herrn der SchreibDilettanten eine Podcastfolge zum Thema Rollenspiele (hier insbesondere Pen&Paper) für Autoren gemacht (klick). In dieser Folge beschreiben sie, warum ein Autor vom spielen dieser P&Ps profitieren kann. Nun mag das nicht ein zwangsläufiger Weg hin zum eigenen Buch sein, doch dass man daraus auch als Autor etwas ziehen kann, ist schon lange kein Geheimnis mehr.

Ein Blick in das Programm der NordCon bestätigte diese These. Eine Menge Lesungen, Workshops, Events, anwesende Verlage mit ihren Verlegern, aber auch einzelne Autoren sind hier verzeichnet. Für mich stand sofort fest: das muss ich mir ansehen!

Also habe ich, in üblicher Manier, Stift und Zettel gezückt, brav die Liste der ToDo´s geschrieben und auf ging es Freitagabend zum Veranstaltungsgelände. Bereits vorher war klar, dass ich nicht alles würde sehen können, was auf meinem persönlichen Plan stand, denn besonders die Lesungen liefen oft parallel zu den Workshops und Veranstaltungen.

Letzten Endes habe ich folgende Veranstaltungen besucht:

Thomas Finn (klick), den das Pen&Paper-Urgestein Hadmar von Wieser (klick) als einen der besten Spielleiter bezeichnete, gab gleich zwei Workshops. Einen am Freitagabend zum Thema „Romanwerkstatt – wie aus einer Idee eine Geschichte wird“, diesen hielt er zusammen mit Sonja Rüther (welche unter anderem als Herausgeberin der Horrorsammlungen „Aus dunklen Federn“ bekannt ist) und am Samstag „Stimmung in Fantasyrollenspielen“.

Beide Workshops unterschieden sich thematisch sehr, wurden aber in höchst unterhaltsamer Art vorgetragen. Thomas Finn sorgte für Lacher und informierte gleichzeitig über Prozesse der Ideenfindung oder zeigte Elemente zur Erzeugung von Stimmung auf. In der Romanwerkstatt ging er außerdem auf Strukturelemente ein, erläuterte in Ansätzen die Heldenreise und die „Drei-Akt-Struktur“. Dass für all das in 1,5 h nicht genügend Zeit war, um vertiefend in die Thematiken einzusteigen, störte wohl niemanden. Allgemein haben die Zuhörer eine gute Zusammenfassung des Möglichen erhalten.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Thomas Finn lehrt die Anwesenden gekonnt, wie sie Stimmung in ihre Rollenspielabende bringen

Eine weitere Größe unter den Autoren, Lena Falkenhagen (klick), hielt am Samstag ebenfalls einen Workshop ab. In diesem beschäftigte sie sich mit dem Thema „Spannungsaufbau in Romanen“ und ging anhand von Textbeispielen insbesondere auf spannungserzeugende Elemente, sowie den Spannungsbogen ein. Die Nennung vom „Retardierenden Moment“ oder „innerer/äußerer Spannung“, ließen zwar an den Schulunterricht vor einigen Jahren erinnern, zeigten aber auch, wie sehr diese Grundzüge der Germanistik in den Fokus eines jeden Schreibenden gehören.

Am Sonntag folgten zwei weitere Vorträge, die es mir noch einmal sehr angetan haben.

Gegen Mittag ließ uns Dr. Lars-Hendrik Schilling an seinen Vorstellungen zu „ernsten Themen im Rollenspiel“ teilhaben. Hier handelte es sich zwar fast nur um Situationsbeispiele für das P&P, in dem ich selbst noch sehr wenig Erfahrung habe, dennoch konnte ich viele Ideenansätze für eine Umsetzung in geschriebener Form daraus ziehen. Insgesamt war es ein spannendes Thema, das gut vermittelt wurde und wohl einer der besten Vorträge des Wochenendes war.

Mein persönliches Highlight folgte im Anschluss, als Mike Krzywik-Groß (klick) zum Kreidestück griff und beherzt die eigenwillige Handschrift (zumindest an der Tafel) zum Einstiegslacher machte. Er füllte eine Stunde, die viel zu knapp bemessen schien, mit einem einfühlsamen Vortrag über die Heldformel, zu der er im vergangenen Jahr zusammen mit Ralf Kurtsiefer ein Praxishandbuch herausgebracht hatte (klick). Anhand anschaulicher Filmbeispiele (in dem Star Wars neben Dirty Dancing und Herr der Ringe fabelhaft funktionierte), vermittelte er diesen komplexen Stoff einsteigerfreundlich.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Mike Krzywik-Groß spricht über DIE Formel zum Erfolg – der Heldenreise

Als er den Ablauf der Stunde bekannt gab, wollte niemand gehen. Es gab noch genügend Bedarf zum Austausch und so folgte ein angeregtes Autorengespräch.

Am Sonntag stand für mich noch das Autorenforum auf dem Programm. Dies kam mit dem Thema „Politik in der Phantastik“ daher und namenhafte Größen diskutierten angeregt zu dem Thema, was Phantastik darf, kann und muss. Genderfragen standen ebenso im Fokus, wie Rassismus oder die allgemeine Frage nach Politik im fiktionalen Roman. Wen das Thema interessiert, der kann sich zum Beispiel diesen Onlineartikel durchlesen (klick), den Dr. Lars Schmeink, einer der Gesprächsteilnehmer, im April dieses Jahres veröffentlichte.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Forumsdiskussion  zum Thema Politik in der Phantastik mit Lena Falkenhagen,  Dr. Lars Schmeink, Marco Ansing (als Moderator), Hadmar von Wieser und Thomas Römer

Weitere Programmpunkte des Wochenendes waren unter anderem die Lesungen von Markus Heitz (klick) aus „Des Teufels Gebetbuch“ und Karl-Heinz Witzko (klick) aus „Blut der Götter“. Auch die Lesebühne, in der Autoren fünf Minuten zur Verfügung hatten, das Publikum von ihrem Werk zu überzeugen, war eine interessante Erfahrung.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Markus Heitz liest aus seinem Roman „Des Teufels Gebetbuch“

Was nun also nimmt man als Autor mit?

Es ist wohl erst einmal zu unterscheiden, ob der Conbesucher das Autorenhandwerk bereits beherrscht oder noch am Anfang steht. Denn an ihn haben sich die wenigsten Workshops gerichtet. Diese waren besonders für Anfänger geeignet oder für eine Auffrischung in die Thematik gut. Die Lesungen gaben einen Einblick in das Autorenleben und die Werke anderer, was für die Selbstreflexion auch nicht schädlich ist und Autorengespräche sind immer dann von Vorteil, wenn man ein Gespür für den Buchmarkt bekommen möchte. Aktuelle Strömungen, aber auch unterschiedliche Interessen und Sichtweisen werden artikuliert und bringen dem Autor selbst näher, was am heimischen Schreibtisch sonst eher abstrakt wirken kann.

In sofern war ich hocherfreut, diese Gelegenheit bekommen und genutzt zu haben. Es war ein ereignisreiches Wochenende mit wundervollen Menschen und ich werde mit Freuden auch nächstes Jahr ein Wochenende lang die „Schulbank drücken“.

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Dublin – ein Fotoprojekt: Reisen durchs Objektiv betrachtet – Teil 1

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Dublin bei Nacht

Im Februar begab ich mich mit dem Liebsten auf eine Reise. Irland war unser Ziel, genauer; Dublin. Im vergangenen Jahr hatte ich mehrere kleine Städtereisen unternommen, unter anderem nach Amsterdam und Kopenhagen. Die Kamera war natürlich immer mit dabei. Als Resumé des letzten Jahres kann man unter anderem sagen, dass die Fotografie einen ganz neuen Stellenwert eingenommen hat.

Ich fasste einen Entschluss, der erst einmal recht simpel klingt;

Fotos zu machen.

Das ganze wurde dann ausgereifter. Es sollten nicht irgendwelche Fotos sein, sondern solche, die es wert sind, gezeigt zu werden, die nicht nur schöne Urlaubserinnerungen abbilden, sondern ein Augenschmaus sind. Nun, an dieser Stelle nehme ich vorweg, dass ich nicht die Person bin, zu beurteilen, ob mir das gelungen ist, doch mit diesem Plan im Kopf wollte ich ab nun an meine Reisen bestimmen.

Euphorisch wurde also alles geplant. Ausflugsziele bestimmten wir bereits vorab in gemütlichen Runden in der Bibliothek und auf dem heimischen Sofa. Wobei wir uns dabei eine Auswahl offen hielten, denn nichts geht über die Möglichkeit zur Spontaneität.

Schnell noch das Teleobjektiv von Casi (Wintersonnenblende) ausgeliehen und ab ging es in den Flieger.

Hamburg – Dublin

Angekommen, erwartete uns Regen, was dort wohl nicht selten ist. Wir wurden vorgewarnt. Auf Instagram habe ich ein wenig berichtet und mit Handyfotos die Reiseetappen festgehalten. (Katzeimkarton – Instagram)

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Regen begleitete uns auch am ersten Tag. Aufgrund dessen, entschieden wir uns, in der Stadt zu bleiben und jene Ausflugsziele zu besuchen, die innen liegend sind… mehr oder weniger.

So führte uns der Weg unter anderem zum Trinity College und in die Guinnessbrauerei. Tourilike ließen wir uns das natürlich nicht entgehen. Fotografisch versuchte ich dennoch, meinem Ziel treu zu bleiben und die „anderen“ Fotos zu machen. Dies ist dabei herausgekommen:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die Guinnesbrauerei:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Am zweiten Tag führte uns der Weg nach Howth. Das Wetter lud dazu ein und dass wir recht spät dort ankamen, entpuppte sich im Nachhinein als Vorteil. Die Sorge, den Wanderweg entlang der Steilküste nicht vor Sonnenuntergang zu schaffen, begleitete uns. Dennoch ließ ich mich nicht davon abbringen eine Reihe an Fotos zu machen. Sobald würde man schließlich nicht wiederkommen.

Als wir (von der nahenden Dunkelheit getrieben) die Aussichtsplattform erreichten, die uns einen unglaublich schönen Blick auf Dublins Skyline erlaubte, wurden wir mit dem herrlichsten Sonnenuntergang belohnt, den ich je gesehen habe!

Howth – bei Tag:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die Tierwelt auf Howth:

Sonnenuntergang:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Dies waren zwei von vier Tagen, die wir dort waren.

Aufgrund der Bildfülle, erschien es mir sinnvoll, den Beitrag zu teilen. Teil zwei wird folgen.

Mitten in der Bearbeitungsphase erfuhr ich von einem Angebot, das Saal Digital (saal-digital) Fotografen unterbreitete. Mit einem Gutschein unterstützt, durfte man ausgewählte Produkte testen. Dies kam mir sehr gelegen und bedeutete für mich einen runden Abschluss dieses Projektteils.

Kurz darauf hielt ich ein wunderschönes Wandbild und ein passendes Fotobuch in den Händen.

So sieht das aus:

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Wandbild auf Acryl
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Das Fotobuch in A4

Beides kam sicher verpackt und schnell geliefert bei mir an. Auf Instagram habe ich bereits meinen Bericht dazu geschrieben, schaut es euch gerne mal an. Besonders für Fotografen ist es eine Möglichkeit, seine Werke auch außerhalb des Digitalen zu zeigen.

Im Nachhinein, braucht vor allem die Bildbearbeitung einiges an Zeit und ich habe viel gelernt, was Fotografie und meinen Stil angeht. Insgesamt bin ich sehr zufrieden und werde weiter dabei bleiben. Besonders die Landschafts- und Streetfotografie hat in mir den Wunsch nach mehr geweckt. Wer mag, kann mir gerne seine Meinung zu den Fotos schreiben, ich würde mich freuen.

Seid gespannt, Teil zwei wird folgen. Bis bald.

Auf großer Mission… Comic Con Germany 2016

Es entwickelt sich zu einem Trend so scheint es mir. Denn, ist es auch schon wieder ein paar Tage zurückliegend, möchte ich heute wieder von einer Comic Con berichten. Dieses Mal zog es mich nach Stuttgart.

Groß angelegt, gut beworben, und mit schmackhaften Extras wie dem Lothal Open – X-Wing-Turnier, lockten die Veranstalter in den Süden. Sich das entgehen zu lassen war keine Option. Und so besorgte ich mir Karten für die ausverkaufte Messe und meldete mich zum Turnier an. Die Piloten, die mich begleiten sollten waren ebenfalls schnell gefunden und so reiste ich mit Freunden und meinem Köfferchen an, um erneut Eindrücke aus der großen Welt der Nerds auf mich einprasseln zu lassen.

Am Freitag kamen wir an und die Vorfreude war groß. Diese wurde noch geschürt, als ich den ersten Blick in die Messehalle warf. Das versprach toll zu werden.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Vor dem großen Ansturm
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Vor dem großen Ansturm

Mit dem direkten Vergleich zur MCM Hannover, wirkte dies überwältigend. Große Verlage aus dem Comic-, Buch-, und Spielbereich, mehrere Ausstellungen (dazu später mehr), ein recht weiträumiger Bereich mit Zeichnern und mehrere Bühnen sollten für Programm sorgen. Verkaufsstände gab es ebenfalls in rauen Mengen. So hat beispielsweise EMP mit einem Stand und mehr aufgewartet.

Samstag

Am Samstag dann hieß es: früh raus. Nach umfangreichem Hotelfrühstück machte ich mich also auf, die Heidelbären vom Heidelberger Spieleverlag zu suchen, die als Veranstalter der Lothal Open fungierten. Eine komplette Seite des Foyers stellte den Raum für die kommenden Stunden.

IMG-20160624-WA0014IMG-20160624-WA0015

Die ersten Spieler waren bereits da, einige bekannte Gesichter schnell gefunden und die Wiedersehensfreude groß. Ein langer Turniertag lag vor uns. Die Skepsis, wie 8 geplante 75-Minutenrunden hier Platz finden sollten, verschaffte sich bereits im Vorfeld Ausdruck. Dennoch sollte das die Vorfreude nicht trüben. Leider wurde bereits in den ersten Runden deutlich, auf was wir uns eingelassen hatten. 136 Spieler kämpften auf rutschigen Unterlagen, in unklimatisiertem Raum, bei enormen Störgeräuschen verursacht durch die angrenzende Hauptbühne, um einen ziemlich wichtigen Titel. Schnell kam es dann, aufgrund von Problemen mit der Turniersoftware, zu Zeitverzögerungen und Engpässen, die ein perfektes Spielen nicht mehr möglich machten. Dies ganz grob nur als Beschreibung der Zustände. Details haben einige meiner Mitspieler hier (klick) sehr treffend zusammengefasst. Im Nachhinein trübt dies natürlich sehr das bleibende Bild. Die Zeitverzögerungen waren, da erwartet, irgendwie hinnehmbar, auch wenn es zwei Spiele definitiv noch anders hätte ausgehen lassen können, da in diesen Fällen der Aufbauprozess erheblich in die Spielzeit fiel, die aber (verständlicherweise) strikt eingehalten wurde. Der Lärm war stellenweise störend und nicht vorteilhaft, aber dennoch meistens ausblendbar, zumindest an den hinteren Tischen im Raum. Auf Turnieren herrscht nun mal grundsätzlich ein gewisser Geräuschpegel. Was mir am meisten zugesetzt hat war die Hitze. Bereits nach einem Spiel war die erste Wasserflasche geleert. So ging es dann auch weiter. Konzentrieren war unter diesen Umständen deutlich schwerer als sonst und meine Laune beim 6. und für mich letzen, Spiel ziemlich im Keller. Meine Mitspieler haben es aber anständig und freundlich ertragen. Danke dafür!

Ein positives Fazit soll zu diesem Turniertag dennoch nicht fehlen: Ich habe wieder einmal tolle Leute kennen gelernt, meine Revanche gegen Enno gespielt und wieder verloren (hat aber Spaß gemacht!), coole Gespräche geführt, meinen ersten Unicorn als Gegner gehabt, eine große Menge gelernt und tatsächlich, trotz der enormen Anstrengung, die dieser Tag mit sich brachte, viel Spaß gehabt. Um 20 Uhr ging es für mich dann zurück zum Hotel, mit großem Respekt und Mitgefühl für die, die noch zwei weitere Runden ertragen mussten.

Damit ging der erste Tag zu Ende, ohne dass ich wirklich etwas von der Messe gesehen hatte. Dies sollte sich dann am Sonntag ändern.

Sonntag

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Nachdem wir uns am Abend noch leckere Cocktails gegönnt hatten, startete ich, immer noch nicht ganz erholt vom Vortag,  in den zweiten Messetag. Auf dem Plan standen genau zwei Programmpunkte: Ein Interview und Livezeichnen mit dem Kabarettisten Stefan Waghubinger und seiner Frau Andrea Waghubinger und das Finale des X-Wing-Turniers. Mit Martina (die schon meine Begleitung in Leipzig auf der Buchmesse war), bin ich dann über das Messegelände geschlendert, habe mich in Autogrammschlangen von Comiczeichnern eingereiht und viele geniale Cosplaykostüme bewundert, von denen ich leider viel zu wenige fotografiert habe. Hier nun meine Ausbeute des Tages:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die „Lego Diorama“- Ausstellung von Bricking Bavaria war ziemlich faszinierend. Man kann nur erahnen, was für eine Arbeit dahinter stecken muss. Besonders der Star Wars-Teil hatte es mir angetan.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Stefan Waghubinger
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Andrea Waghubinger

Stefan Waghubinger stand den Interviewfragen rund um seine Person und das bei Panini erschienene Buch „Vater sein ist auch nicht leicht…“, Rede und Antwort. Währenddessen zeichnete seine Frau Andrea dieses süße Werk, welches im Anschluss für einen guten Zweck versteigert wurde.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Bei der Arbeit: Sarah Burrini, Marvin Clifford und John Thienel zeichneten und gaben Autogramme was das Zeug hielt.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Auch am zweiten Turniertag ging es heiß her. Unter ein wenig verbesserten Bedingungen wurden die Cut-Runden und schließlich das Finale ausgetragen. Parallel fand ein weiteres Event statt, an dem vor allem die am Vortag bereits ausgeschiedenen teilnehmen konnten.

Das Finale war unglaublich spannend. Letztendlich gewann mein Teamkollege Kai. Herzliche Glückwünsche gehen an dieser Stelle an ihn und auch an jene, die solche Ausdauer bewiesen haben.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Hier nun noch die restliche Fotoausbeute.

Zwar habe ich nichts von dem „Star“-Angebot auf der Con mitgenommen und weder Panels besucht noch Autogrammstunden der Film- und Serienschauspieler beigewohnt, doch es hat sich dennoch gelohnt. Es gab so viel zu sehen, dass ein Tag alleine nicht gereicht hätte. Für nächstes Jahr, so munkelt man, ist noch mehr Raum auf der Messe angedacht. Die Fahrt hat sich also gelohnt und diese Comic Con kann man definitiv empfehlen. Sie ist einen Besuch wert.

MCM Hannover Comic Con- ein paar Eindrücke

Nun ist es schon ein paar Tage her, aber auch dieses Ereignis möchte ich euch nicht vorenthalten: mein Besuch auf der MCM in Hannover.

Am Sonntag den 05.06. hat es mich für ein paar Stunden dort hin verschlagen. Hauptsächlich um mir mein Autogramm von „The Deleted Scenes„- Cartoonist John Thienel zu beschaffen, machte ich mich also auf nach Hannover – gespannt, was mich wohl erwarten würde.

Neben einigen Ständen mit schönem Schnickschnack fürs Nerdherz, gab es das Comicvillage, an der Zeichner ihre Werke präsentierten und ihrer Kreativität freien Lauf ließen, aber auch Bühnen für Panels und einen Bereich für Fotos und Autogramme mit Stars fand ich vor.

Für alle, die wissen wollen, wer und was so auf der Messe vertreten war, hier der Link: http://www.mcmcomiccon.com/hannover/

Da Fotos in diesem Fall mehr sagen als Worte, lasse ich euch selbst einen Eindruck machen. Viel Freude dabei. 🙂

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Übersicht der Halle, unten links das „Comicvillage“
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Übersicht zwei

 Besuch am The Deleted Scenes-Stand:

 John Noble (bekannt aus Fringe und Sleepy Hollow) und Katrina Law (bekannt aus Arrow) hatten Spaß:

Die 501. Legion war ebenfalls dort mit einem Stand (der durchaus als RIESIG bezeichnet werden kann) vertreten:

Das war natürlich noch nicht alles. Hier weitere Fotos in einer Diashow:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Insgesamt kann man sagen, gab es einiges zu sehen und doch zu wenig, denn die Halle hätte definitiv noch Platz für viel mehr geboten. Gerade im Comicbereich hätten durchaus noch mehr Künstler oder Verlage ausstellen sollen. Vor allem die lokale Künstler, die hier ihre Plattform finden konnten, machte hingegen den Besuch wert.

Allgemein waren sehr wenig Besucher da. Wie auf einigen der Fotos zu sehen, hielt sich auch das Interesse an Autogrammen in Grenzen. Es ist also nicht klar, ob sich die Con für jeden gelohnt hat. Dennoch würde ich wieder hingehen.

Young Voices Brandenburg – wo man singt, da lass dich nieder…

… diesem bekannten Spruch folgend, lockte es mich am Sonntagabend den 05.06.2016 nach Berlin zum Releasekonzert der Young Voices Brandenburg – einem Chor der besonderen Art.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
der Chor in Aktion

Der jährlich neu zusammengestellte Pop- und Jazzchor, bestehend aus den 24 begabtesten jungen Sängerinnen und Sängern, die Brandenburg und Berlin zu bieten hat, gab sich die Ehre und stellte ihre gerade erst erschienene CD vor. Das ganze unter der Leitung von Marc Secara, versprach ein exklusives Erlebnis zu werden.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Heimelig schon vor dem Start

Das Motto des Abends war eben auch jenes des Konzeptalbums – Heimat. Das Bühnenbild, mit rustikalen Stehlampen und schummrigen Licht dekoriert, strahlte Gemütlichkeit aus. Mit einem Video, in dem die Sängerinnen und Sänger erzählen, was Heimat für sie bedeutet, startete ein Abend voller Flair und Atmosphäre.

Die Musiker betraten die Bühne und schon mit dem ersten Song wurde der Zuschauer mitgerissen in einen Rausch aus Klängen. Jeder Ton saß. Vielfältig, klar und wunderschön gestaltete sich ein Klangerlebnis der besonderen Art. Die Lieder, teils aus Chorgesängen sowie Solistenstücken, aber auch dem Mix aus beidem ließen nicht nur erahnen, welche musikalischen Talente hier zusammen gekommen sind. Mehrsprachig, abwechslungsreich, und vor Allem emotional entstand so ein Abendprogramm, das zu vergessen nicht vorgesehen war.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
dieser Auftritt , emotional und formvollendet, erntete Stürme an Beifall

Der Abend war voller Gänsehautmomente. Besonders die Darbietungen der Songs „True Color“, „Fields of gold“, aber auch Solostücke wie Beispielsweise ein ukrainisches Volkslied sowie „Elefant für dich“ haben einen das Atmen vergessen lassen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Interpretation des Songs „True Colors“

Das Konzert war untermalt mit ein paar kleinen Diashows, die, zum jeweiligen Lied passend, Kinder- und Familienfotos der Sänger/innen zeigten oder auch einfach fotografisch unterstützten und für zusätzliche Stimmung sorgten.

Das komplette Team hat eine unglaublich tolle Arbeit geleistet und ein Ereignis geschaffen, dass seinesgleichen sucht. Wer also Wert auf anspruchsvolle Interpretationen legt, aber auch einfach einen schönen Konzertabend haben möchte, sollte eines der Konzerte der Young Voices Brandenburg besuchen. Sie touren ab nächstem Monat zwei Wochen lang durch ganz Brandenburg – genug Gelegenheiten also.

Einen weiteren Hörgenuss stellt natürlich auch die CD dar (klick für Kostproben).

Meine Top Eventempfehlung also!